DIE ERÖFFNUNGSPARTY EIN VOLLER ERFOLG

„SERGEANT STONE“ UND „FOUR ROSES“ SORGEN FÜR GUTE STIMMUNG IN DER ZEPPELINSTRASSE

Von Finn Kahrens


Wolfsburg. Künstlern eine Bühne und einen Schaffensort geben – das ist das Ziel des Vereins „Musikhof Wolfsburg“. Am Samstagabend eröffnete er ein neues Kulturzentrum in der Zeppelinstraße. Natürlich mit lauten Gitarren und jeder Menge Stimmung.

Die Eröffnungsfeier begann um 18 Uhr und war restlos ausverkauft. Es gab Musik, kühle Getränke und viele nette Gespräche. Die erste Band spielte ab 20 Uhr. Der Auftakt gehörte der Wolfsburger Band „Sergeant Stone“. Mit einer bunten Mischung an Rock-Covern der vergangenen Jahrzehnte heizte die fünfköpfige Band die Stimmung ordentlich an. Darunter Songs von Künstlern wie den Red Hot Chilli Peppers oder Lenny Krawitz. Das Besondere dabei: Die Musiker feiern in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. „Die Sängerin hat eine wundervolle Stimme, so eine richtig kräftige Rockstimme“, schwärmte Zuschauerin Kerstin Hintz.

Sergeant Stone

Um 22 Uhr war es dann so weit, und „Four Roses“ betraten die Bühne. Die überregional bekannten Rocker konnten auch in Wolfsburg auf jede Menge ihrer begeisterten Fans zählen. Und das zu recht. Sie feuerten ein Brett nach dem anderen ab und brachten den Saal zum Toben. Besonders dabei hervorzuheben ist der erst 23-jährige Gitarrist der Gruppe. Zu Beginn wurde er von Sänger Rose noch großspurig als „Jimi Hendrix’ Enkel“ bezeichnet. Dieser Titel bewahrheitete sich schon im Intro des Auftritts. Er beherrschte seinen Stratocaster wie fast kein anderer heute. Er kannte daher auch jede noch so kleine Technik, seiner Gitarre einen einzigartigen Ton zu entlocken.

Four Roses

Insgesamt spielten die „Rosen“ zwei Sätze. Während der erste Satz Klassiker von Jimi Hendrix, Pink Floyd oder Dire Straits beinhaltete, zeigten sie im zweiten Satz ihre wirklich harte Seite. Und die kommt an. „Eigentlich bin ich gar nicht in dieser Szene unterwegs und nur mit einer Freundin hier. Diese Band begeistert mich aber extrem. Gerade diese Solos reißen mich immer wieder vom Hocker“, sagte Besucherin Natalie Becker.

Für die Veranstalter war der Abend ein voller Erfolg. „Besser hätte es nicht werden können. Leute, Wetter, Bands, alles perfekt“, schwärmte Sven Rönnfranz, der an diesem Abend das Event managte. „Für die Zukunft erhoffen wir uns regelmäßig Veranstaltungen austragen zu können. Ebenfalls hoffen wir, uns irgendwann ein Tonstudio für Demotapes einrichten zu können“, erzählte Mathias „Bartschi“ Bartsch, Vorsitzender des Wolfsburger Musikhofs. Dies erfordert natürlich weitere Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 9 Euro im Monat. Entsprechende Formulare und Unterrichtsinfos befinden sich auf der Website des Musikhofs. Wichtig dabei ist, dass man kein Musiker sein muss, um Mitglied zu werden. Oder um es in Mathias Bartsch Worten zu sagen: „Man muss keine Musik machen, man muss sie nur lieben.“

Quellenangabe: Wolfsburger Allgemeine Zeitung vom 29.08.2022, Seite 12, Fotos: Andreas Glas